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1. Rieder Maislabyrinth

HTL Ried und FH Wels machen moderne Landwirtschaft erlebbar

 

„Rieder Maislabyrinth“ verbindet Agrartechnologie, Bildung und Erlebnis

Rund 90.000 Maispflanzen, moderne Agrartechnik und ein außergewöhnliches Besuchserlebnis: Die HTL Ried und die FH Wels haben gemeinsam das „Rieder Maislabyrinth“ ins Leben gerufen. Direkt neben der „Schweiklberg-Kapelle“ in Mehrnbach/Ried entsteht damit ein Projekt, das moderne Landwirtschaftstechnologien für die Öffentlichkeit anschaulich und erlebbar macht.

Das rund 90.000 Pflanzen umfassende Maisfeld wurde mithilfe moderner Landtechnik präzise angelegt. Aus der Luft ist neben dem Labyrinth auch das Logo der HTL Ried mit dem charakteristischen Traktor zu erkennen. Drohnentechnik, digitale Planung und präzise Bewirtschaftungsmethoden zeigen dabei eindrucksvoll, wie Technologie heute in der Landwirtschaft eingesetzt wird.

 

Landwirtschaft zum Erleben

Das Projekt geht bewusst über ein klassisches Maislabyrinth hinaus. Besucherinnen und Besucher sollen direkt vor Ort erfahren, wie Smart Farming, Precision Farming, Robotik, Sensorik und datenbasierte Bewirtschaftung die Landwirtschaft verändern. Informationstafeln vermitteln verständlich, wie beispielsweise Saatgut und Dünger präzise und ressourcenschonend eingesetzt werden können.

„Wir wollen zeigen, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen kann“, erklärt Martin Anzengruber, Leiter des Ausbildungsschwerpunktes Agrar- und Umwelttechnik an der HTL Ried. Gerade für junge Menschen und die breite Öffentlichkeit soll damit ein greifbarer Zugang zu moderner Landwirtschaft und Landtechnik geschaffen werden.

 

Praxisnahes Bildungsprojekt

Das Maislabyrinth ist zugleich ein Gemeinschaftsprojekt von Schule, Hochschule und Praxis. Die benötigte Fläche wird von Johann und Ingeborg Buchleitner zur Verfügung gestellt. Die fachliche und technische Umsetzung erfolgt gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der HTL Ried sowie Partnern aus der Praxis.

Damit verbindet das Projekt Ausbildung, angewandte Agrartechnik und regionale Landwirtschaft. Die Schülerinnen Judith Gurtner und Melina Pumberger aus dem vierten Jahrgang Agrar- und Umwelttechnik begleiten das Vorhaben im Rahmen ihrer Diplomarbeit und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung.

Auch die Zusammenarbeit mit der FH Oberösterreich, Campus Wels, sowie weiteren Partnern unterstreicht den Anspruch, Bildung und Praxis eng miteinander zu verknüpfen.

 

Moderne Landwirtschaft sichtbar machen

Das „Rieder Maislabyrinth“ soll zeigen, dass Landwirtschaft längst weit mehr ist als reine Bodenbearbeitung und klassische Maschinen. Moderne Technologien eröffnen neue Möglichkeiten für eine präzise, ressourcenschonende und zukunftsorientierte Bewirtschaftung. Gleichzeitig soll das Projekt Landwirtschaft für Besucherinnen und Besucher unmittelbar erlebbar machen – als Bildungsangebot, Freizeiterlebnis und Plattform für den Austausch über die Landwirtschaft der Zukunft.

Weitere „Irrfelder“ sind bereits geplant: Nach dem Rieder Projekt soll künftig auch in anderen Regionen Oberösterreichs gezeigt werden, wie sich moderne Agrartechnologie mit einem attraktiven Erlebnis für die Bevölkerung verbinden lässt.

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