Onland-Pflügen oder konventionelles Pflügen in der Furche? Welche Vor- und Nachteile - in technischer, ergonomischer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht - bringen diese beiden unterschiedlichen Pflügetechniken mit sich? Und wie kann durch den Einsatz satellitengesteuerter Lenksysteme das Onland-Pflügen weiter optimiert und dadurch praxisfreundlich werden?
Mit diesen Fragen setzten sich zwei Schüler der fünften Klasse der HTL Ried im Ausbildungszweig Agrar- und Umwelttechnik in ihrer Diplomarbeit auseinander. Benedikt Schneglberger und Timo Tschugmell haben beide Pflügemethoden in Feldversuchen miteinander verglichen. Sie haben für ihren Versuch einen herkömmlichen Traktor mit einem RTK-Spurführungssystem nachgerüstet, um zu zeigen, wie durch dieses Lenksystem in Echtzeit jene Spurtreue des Traktors erreicht werden kann, die für effizientes Onland-Pflügen erforderlich ist.
Darüber hinaus wurden die Vor- und Nachteile der Pflügetechniken untersucht, etwa wie sich die Bearbeitungsmethode auf die Bodenstruktur, auf den Betriebsmittelverbrauch, den Wasserhaushalt sowie auf die Lagerungsdichte des Bodens auswirkt. Innovativer Ansatz ihrer Diplomarbeit war außerdem die Verknüpfung traditioneller landwirtschaftlicher Bewirtschaftungsmethoden (Pflügen) mit neuesten technologischen Innovationen wie GPS-gesteuerten Lenksystemen.
Betreut wurden die beiden HTL-Schüler von Dr. Martin Anzengruber sowie Dr. Martin Baldinger. Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt von DI Norbert Ecker und Dr. Hans-Peter Haslmayr. Die Diplomarbeit wurde außerdem von DI Michael Treiblmeier unterstützt, der mit seiner Firma Blickwinkel - digital service Drohnenüberflüge unternimmt und das Pflugbild aufschlussreich analysiert. Als Partner waren auch die Landtechnikfirmen Schwarzmayr und Lemken im Projekt integriert.
Details zu den Versuchen und den Forschungsergebnissen finden sich online auf der Homepage der Firma Lemken im Artikel "Tradition modern gedacht: Was Onland-Pflügen heute besser macht".